aus: Aargauer Zeitung (06.02.2016)

Laufenburger Fasnacht

An Schlaf ist nicht zu denken

AZ -Fasnacht Laufenburg

Foto / Text von Peter Schütz - Schweiz am Sonntag

Der erste grosse Akt der Laufenburger Städtlefasnacht hat mächtig gerumst: Das Open-Air-Festival am Freitagabend hielt die Bewohner der historischen Altstadt auf beiden Seiten des Rheins auf Trab. An Schlaf war nicht zu denken, weil 33 Guggenmusiken und drei Kleinformationen mit insgesamt rund 1300 Musikern bei 78 Auftritten alles andere als leise sein können.

Bis nach Mitternacht gab es von den vielen Bässen, Trompeten, Trommeln und Pauken derart was aufs Ohr, dass sogar die Nacht zum Tag wurde, rein akustisch jedenfalls. Sogar Ohrwürmer waren zu vernehmen, Fasnachtshits, guggentauglich aufgemotzt und mit Leidenschaft dargeboten.

Das Publikum war zu Tausenden in den Gassen unterwegs, oft närrisch verkleidet oder in «Zivil», einfach, um dabei zu sein. Mit dabei waren auch Ordner, ein professioneller Sicherheitsdienst und die Polizei. Letztere hatte an der Laufenbrücke eine provisorische Einsatzzentrale eingerichtet, um eine sichere Fasnacht zu gewährleisten. Ein Bestandteil des Sicherheitskonzepts war das Ausschankverbot von hochprozentigem Alkohol.

Im Mittelpunkt standen aber klar die jederzeit tanzbare Guggenmusik und die Kostüme der beteiligten Gruppen. Dabei gab es recht Abenteuerliches zu entdecken: etwa die Märtfraueli aus Basel-Stadt mit ihren überdimensionalen Masken, die Ruinä-Dängler aus Lauchringen mit den leuchtenden Brillen, die knallgrünen Fröscheloch-Echo-Musiker aus dem deutschen Murg oder die leuchtenden Büchelgrübler aus Zunzgen im Baselbiet.

Auch aus anderen Kantonen waren Gruppen mit kuriosen Namen angereist: aus Luzern die Födlitätscher und die Rädedibäms, aus Solothurn die Böögge Brätscher, aus Buochs in Nidwalden die Chatzmuisig. Die Schnüffler Clique aus Wettingen liess es ebenso krachen wie die Guugewörger aus dem sanktgallischen Bazenheid. «Guggensound ist Leben», bekannte ein Musiker, gefragt nach dem Sinn des symphonischen Lärms. Und, ja: «Macht einfach Riesenspass!»

Heute Nachmittag dreht die Städtlefasnacht noch einmal richtig auf. Um 14 Uhr beginnt der grosse grenzüberschreitende Umzug. Ein paar Guggenmusiken marschieren auch mit. Für diejenigen, die vom Guggenfestival nicht genug haben.

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